Internationale Konferenz

Internationale Tagung zu Mehrsprachigkeit unter besonderer Berücksichtigung der Herkunftssprache(n) - Brücken schlagen: Mehrsprachigkeit, Interkulturelle Kommunikation und Sprachvermittlung

Kurzbeschreibung
Mit den Schlagwörtern Mehrsprachigkeit, Interkulturelle Kommunikation und Sprachver­mittlung bringt die Tagung drei gleichermaßen aktuelle wie vage, aber auch transdisziplinäre Begriffe und Themenfelder zusammen. Im Fokus der Veranstaltung stehen Herkunftssprachen und das Deutsche als Fremdsprache in ihrer theoretischen Fundierung wie auch in ihrer Vermittlungspraxis. Die Interkulturelle Kommunikation bildet dabei die verbindende Klammer und Brücke zwischen diesen Aspekten:
  • Wie gestaltet sich der Umgang mit Herkunftssprachen in der gesellschaftlichen Praxis?

  • Welche Herausforderungen stellen sich aus einer interkulturellen Sicht?

  • Wie lassen sich diese in eine Sprachvermittlung integrieren, die das Deutsche als Fremdsprache mit einer Berücksichtigung der Erst- bzw. Herkunftssprachen verbindet?

Die Tagung will Wissenschaftler_innen ein Forum bieten, die sich vor allem von einem sprachwissenschaftlichen Standpunkt aus mit den Relationen und Konvergenzen zwischen Herkunfts- und Umgebungssprachen, den sozialen und identitären Folgen dieser Mehrsprachigkeit und der daraus resultierenden oder damit in Verbindung stehenden Vermittlungspraxis beschäftigen.

Mögliche Fragestellungen im Bereich Mehrsprachigkeit und Herkunftssprache betreffen die Herkunftssprache als Ressource – für Identitätsbildung und -veränderung, Bildungsbiografien und Spracherwerb – sowie Phänomene des Sprachkontaktes und den Umgang damit.

Die Sprachvermittlungsperspektive befasst sich mit Fragen rund um Konvergenzen und Divergenzen herkunfts- und fremdsprachlichen Unterrichts und neuen Entwicklungen in der Sprachvermittlung unter besonderer Berücksichtigung der Herkunfts- oder Erstsprachen.

Interkulturelle Kommunikation als Brücke bezieht die kulturelle Perspektive in der Sprachvermittlung ein, darunter auch sprachliche und kulturelle Folgen von Mehrsprachigkeit im Rahmen von Migrationsprozessen.

 

Tagungsprogramm

Donnerstag,

30.11.2017

ab 8.00     Anmeldung
9.00 - 9.15 Begrüßung durch den Präsidenten Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich
9.15 - 9.30 Begrüßung durch die Organisatorinnen

Block 1:

Mehrsprachige Lebenswelten

09.30­­­ – 10.30 Prof. Dr. Angelika  Redder: Herkunftssprache als Ressource
10.30 – 10.45 Kaffeepause
10.45 – 13.00 Einzelvorträge
13.00 – 14.00 Mittagspause

Block 2:  

Identität und Mehrsprachigkeit

14.00 – 15.00 PD Dr. Kersten Sven Roth: Jenseits der Kompetenz. Perspektiven einer perzeptions- und diskurslinguistischen Mehrsprachigkeitsforschung 
15.00 – 15.15 Kaffeepause
15.15 – 17.30 Einzelvorträge
19.30   Gemeinsames Abendessen

Freitag,

1.12.2017

Block 3: 

Spracherwerb, Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit: Prozesse, Strategien und Ressourcen

09.00 – 10.00 Prof. Dr. Tanja Anstatt: Das bilinguale mentale Lexikon am Beispiel des Russischen in Deutschland
10.00 – 10.15 Kaffeepause
10.15 – 12.30 Einzelvorträge
12.30 – 13.30 Mittagspause

Block 4:  

Herkunftssprache – Fremdsprache: Differenz und Übergang

13.45 – 14.30 Prof. Dr. Elke Montanari: Diversität und Mehrsprachigkeit: Aushandlungen in der Institution Schule. Zum Umgang mit Mehrsprachigkeit Schule bei Seiteneinsteigern und ihren Lehrkräften
14.30 – 14.45 Kaffeepause
14.45 – 17.00 Einzelvorträge
17.30 – 19.30 Podiumsdiskussion
 

Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe

Prof. Dr. Andrea Bogner, Professorin für Interkulturalität und Mehrsprachigkeit, Georg-August-Universität Göttingen       

Prof. Dr. Björn Rothstein, Professor für Interkulturelle Sprachdidaktik des Deutschen, Ruhr-Uni-Bochum

Dr. Dagmar Knorr, Leuphana Universität Lüneburg,  ZeMoS,  Schreibzentrum / Writing Center

Dr. Bärbel Kühn, Sprachenrat Bremen e.V., die Vorsitzende

Dr. Almut Küppers, Istanbul Policy Center

Sabine Harwardt, Redakteurin für DaF/DaZ Lehr-Lernmaterialien, Klett-Verlag

Julia Zabudkin, Geschäftsführung Kindergärten und Krippen Nezabudka, F.a.M.

19.30 Umtrunk

Samstag,

2.12.2017

Block 5: 

Deutsch als Fremd- und Herkunftssprache außerhalb des deutschsprachigen Raums

09.00 – 10.00 Dr. Irina Ushanova: Deutsch als Fremd- und Herkunftssprache in international ausgerichteten Studiengängen an russischen Universitäten
10.00 – 10.15 Kaffeepause
10.15 – 12.30 Einzelvorträge
12.30 – 13.30 Mittagspause

Block 6:

Interkulturelle Kommunikation und DaF: (Neue)  Perspektiven(vielfalt) und Weiterentwicklungen

13.30 – 14.30 Prof. Dr. Stephan Schlickau: DaF, DaZ und Interkulturelle Kommunikation: Mit mehr Empirie zu neuen gemeinsamen Erkenntnissen
14.30 – 14.45 Kaffeepause
14.45 – 17.00 Einzelvorträge
17.00 Tagungsabschluss
18.00 Stadtführung