Nationale Konferenz

Call for Papers zum Thema „Herkunftssprachlicher Unterricht“ der Sektion Migrationslinguistik im Rahmen der GAL-Sektionentagung 2019 in Halle (Saale)

Kurzbeschreibung

Herkunftssprachlicher Unterricht ist eines der Mittel, Mehrsprachigkeit in der Schule zu berücksichtigen: ein Mittel zur Nutzung sprachlicher Bildungsressourcen sowie ein Zeichen der Anerkennung von Mehrsprachigkeit. Heute wird Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU) wieder verstärkt in das Bildungswesen einbezogen, aktuell in 10 von 16 Bundesländern. 2019 hat Berlin Türkisch-AGs an 45 Grundschulen, Arabisch an 6.
Dabei gehört HSU zu den meistdiskutierten Themen in der Migrationslinguistik: Gewinnen Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund etwas, wenn ihre familiären Herkunftssprachen in das Bildungswesen integriert werden? Kann HSU den regelmäßig in Schulleistungsstudien attestierten Bildungsrückständen von Schülern mit familiärem Migrationshintergrund entgegenwirken? Gewinnt die Bildungsbilanz Deutschlands sprachliche „Bildungsreserven“ durch die Implementierung von HSU? Wenn ja: was?

Gegenwärtig entwickelt sich die Forschung zum HSU mit einiger Beschleunigung. Die GALSektion 2019 möchte ihr ein Forum bieten und lädt ein zu Beiträgen zu den folgenden Themen:
• Einzelprojekte und Überblicksstudien zum HSU
• Koordinierte Alphabetisierung in der Grundschule
• Vernetzung mit dem Deutsch- sowie dem Fachunterricht
• Einstellungen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern zum HSU
• HSU auf verschiedenen Bildungsstufen
• Perspektiven des HSU (einschließlich des Verhältnisses zum Fremdsprachenunterricht)

Anmeldeinformationen

Bitte reichen Sie ein aussagekräftiges Abstract (bis zu 300 Wörter) für einen Vortrag bis zum 15. Mai 2019 über ConfTool ein: https://www.conftool.org/gal2019/. Über die Annahme der Vorträge und das Programm der Sektion erhalten Sie bis zum 16. Juni 2019 Nachricht.